7. RST Lübeck-CTF 2011 ab Ratzeburg
Tolles Wetter und deftige Einlagen
Vergangenen Sonntag, am 30.10.2011, war es also mal wiederso weit: Start in die CTF-Saison, das Radsport-Team Lübeck hatte in Ratzeburg zur lustigen Jagd geladen.
Anders als im vergangenen Jahr (eisige Kälte, Windböen, Dauerregen) begrüßten uns diesmal milde Temperaturen und Sonnenschein - so ließen Holger & ich (einzige Teilnehmer im "Kuh-Dress" des Hamfelder Hofs) uns also dazu hinreißen die längere (76 km) Strecke unter die Stollenräder zu nehmen, 48 km erschienen da einfach zu wenig.
Diese Entscheidung hatte ich kurz nach den Start schon fast wieder bereut: Dank Klassentreffen war ich nachts erst um 3 Uhr Zuhause und um 7.30 Uhr ging ja schon wieder der Wecker - irgendwie funktionierte die Auge-Hand-Koordination noch nicht so richtig, aber das pendelte sich zum Glück rasch ein.
Beim ersten kleinen Straßenquerungs-Stop kam auch schon der erste Klopfer: Ein Mitstreiter fragte den Guide: "Wo geht es denn per Straße direkt zurück nach Ratzeburg? Mein Rahmen bricht nämlich gerade auseinander ..." Tja, da hatte sich doch ein winziger Haarriss in Windeseile zu einem ganz ausgewachsenen Riss ausgearbeitet. Eigentlich dachten wir ja schon, sowas sei nicht mehr zu toppen, aber weit gefehlt - dazu gleich mehr.
Die Strecke lies sich hervorragend fahren und war weitaus einfacher als im letzten Jahr unter den damals widrigen Bedingungen. Vor allem war es landschaftlich ganz zauberhaft; dank nicht beschlagener oder dreckverschmierter Brille konnte man diesmal auch die Aussichten im Revier richtig genießen.
Einige kniffligen Passagen waren aber schon dabei, speziell steil bergauf mit Laub, Stufen und/oder Sand - wo Holger dann schon mal abstieg, sein Crossrad liebevoll in den Arm nahm und es auf Händen den Berg hochtrug oder schob. Das bedeutete für mich dann natürlich noch die Zusatzdisziplin "Riesen-Slalom", aber sowas trainiert ja schließlich auch Kraft und Geschicklichkeit. Unterm Strich haben wir uns jedenfalls gut geschlagen - anders als im Vorjahr, wo unser Team zwar mit großer Mannschaft am Start war, aber eine hohe Ausfallquote dank runtergrbremster Beläge, zerlöcherter Reifen, Ausrutscher in den Stacheldrahtzaun usw. hatte.
Zwischendurch hatten wir immer wieder den Running-Gag der "Gruppe Planlos": Es gab insgesamt 4 Gruppen auf der langen Strecke. Die "Speed-Gruppe" war mangels einer ausreichenden Anzahl an Guides ungeführt und musste sich per Map-Track durchschlagen - was scheinbar auch gut gelang. Die "Hobby-Gruppe 1" war uns zu groß, so dass wir die "Hobby 2" wählten, dahinter ging dann nur noch die "Piano-Gruppe" ins Feld. Während wir das Glück eines ausgezeichneten, umsichtigen und vor allem ortskundigen Guides hatten, war der Guide der 1. Gruppe die Strecke aber wohl nicht mit abgefahren und verließ sich auf sein Navi - und entweder klappte die Bedienung nicht so recht oder es gab zu viele Empfangslücken im Wald, jedenfalls kreuzte die einige Zeit vor uns losgefahrene Gruppe bald unseren Weg. Im Verlauf der Tour wiederholte sich dieses Schauspiel dann noch mehrfach. Die Kampf "Ortskenntnis vs. künstliche Intelligenz" endete jedenfalls in etwa 8:0.
Wenig später folgte dann der Brüller des Tages: Singletrail, direkt am Ufer eines kleinen Waldsees. Voraus ein schmaler Holzsteg, auf dem 2 Fußgänger entgegen kamen. Ganze Gruppe also Stop - ganze Gruppe? Nein, hinten träumte ein Mitfahrer, und weil er ein so ganz besonders höflicher Mensch war, wollte er nicht am Hinterrad des Vordermanns anklopfen, sondern bog links ab in den See. Das aber nicht nur halbherzig so mit nassem Fuß oder bis zum Knie oder so. Nein: Von der Sohle bis zum Scheitel tauchte er unter ... 21, 22, 23 ... ja wo bleibt er denn? ... 24, 25 ... ah, wieder da! Das war ein 1a-Tauchgang ala "Herren im Bad"!
Da wir ja nun mitten in der Pampa waren, musste der armen Kerl noch eine ganze Zeit lang weiter radeln, ehe er eine passende Abkürzung zurück zum Start nehmen konnte. Damit lag er natürlich in der virtuellen Punktewertung einsam an der Spitze - gefolgt vom Rahmenbruch, auch ein kapitaler Sturz nach verrissenem Lenker sorgte später noch für etwas "Drrrama, Baby", konnte aber nicht ernsthaft punkten.
Zum Abschluss gab es dann im Ziel lecker Kaffee & Kuchen, wobei sich der Appetit dank reichhaltiger Verpflegung an den Kontrollstellen doch in Grenzen hielt; die Bratwurst musste ausfallen.
Für das nächste Jahr könnt ihr euch also schon mal den 28. Oktober vormerken, dann steigt die nächste RZ-CTF!
Anders als im vergangenen Jahr (eisige Kälte, Windböen, Dauerregen) begrüßten uns diesmal milde Temperaturen und Sonnenschein - so ließen Holger & ich (einzige Teilnehmer im "Kuh-Dress" des Hamfelder Hofs) uns also dazu hinreißen die längere (76 km) Strecke unter die Stollenräder zu nehmen, 48 km erschienen da einfach zu wenig.
Diese Entscheidung hatte ich kurz nach den Start schon fast wieder bereut: Dank Klassentreffen war ich nachts erst um 3 Uhr Zuhause und um 7.30 Uhr ging ja schon wieder der Wecker - irgendwie funktionierte die Auge-Hand-Koordination noch nicht so richtig, aber das pendelte sich zum Glück rasch ein.
Beim ersten kleinen Straßenquerungs-Stop kam auch schon der erste Klopfer: Ein Mitstreiter fragte den Guide: "Wo geht es denn per Straße direkt zurück nach Ratzeburg? Mein Rahmen bricht nämlich gerade auseinander ..." Tja, da hatte sich doch ein winziger Haarriss in Windeseile zu einem ganz ausgewachsenen Riss ausgearbeitet. Eigentlich dachten wir ja schon, sowas sei nicht mehr zu toppen, aber weit gefehlt - dazu gleich mehr.
Die Strecke lies sich hervorragend fahren und war weitaus einfacher als im letzten Jahr unter den damals widrigen Bedingungen. Vor allem war es landschaftlich ganz zauberhaft; dank nicht beschlagener oder dreckverschmierter Brille konnte man diesmal auch die Aussichten im Revier richtig genießen.
Einige kniffligen Passagen waren aber schon dabei, speziell steil bergauf mit Laub, Stufen und/oder Sand - wo Holger dann schon mal abstieg, sein Crossrad liebevoll in den Arm nahm und es auf Händen den Berg hochtrug oder schob. Das bedeutete für mich dann natürlich noch die Zusatzdisziplin "Riesen-Slalom", aber sowas trainiert ja schließlich auch Kraft und Geschicklichkeit. Unterm Strich haben wir uns jedenfalls gut geschlagen - anders als im Vorjahr, wo unser Team zwar mit großer Mannschaft am Start war, aber eine hohe Ausfallquote dank runtergrbremster Beläge, zerlöcherter Reifen, Ausrutscher in den Stacheldrahtzaun usw. hatte.
Zwischendurch hatten wir immer wieder den Running-Gag der "Gruppe Planlos": Es gab insgesamt 4 Gruppen auf der langen Strecke. Die "Speed-Gruppe" war mangels einer ausreichenden Anzahl an Guides ungeführt und musste sich per Map-Track durchschlagen - was scheinbar auch gut gelang. Die "Hobby-Gruppe 1" war uns zu groß, so dass wir die "Hobby 2" wählten, dahinter ging dann nur noch die "Piano-Gruppe" ins Feld. Während wir das Glück eines ausgezeichneten, umsichtigen und vor allem ortskundigen Guides hatten, war der Guide der 1. Gruppe die Strecke aber wohl nicht mit abgefahren und verließ sich auf sein Navi - und entweder klappte die Bedienung nicht so recht oder es gab zu viele Empfangslücken im Wald, jedenfalls kreuzte die einige Zeit vor uns losgefahrene Gruppe bald unseren Weg. Im Verlauf der Tour wiederholte sich dieses Schauspiel dann noch mehrfach. Die Kampf "Ortskenntnis vs. künstliche Intelligenz" endete jedenfalls in etwa 8:0.
Wenig später folgte dann der Brüller des Tages: Singletrail, direkt am Ufer eines kleinen Waldsees. Voraus ein schmaler Holzsteg, auf dem 2 Fußgänger entgegen kamen. Ganze Gruppe also Stop - ganze Gruppe? Nein, hinten träumte ein Mitfahrer, und weil er ein so ganz besonders höflicher Mensch war, wollte er nicht am Hinterrad des Vordermanns anklopfen, sondern bog links ab in den See. Das aber nicht nur halbherzig so mit nassem Fuß oder bis zum Knie oder so. Nein: Von der Sohle bis zum Scheitel tauchte er unter ... 21, 22, 23 ... ja wo bleibt er denn? ... 24, 25 ... ah, wieder da! Das war ein 1a-Tauchgang ala "Herren im Bad"!
Da wir ja nun mitten in der Pampa waren, musste der armen Kerl noch eine ganze Zeit lang weiter radeln, ehe er eine passende Abkürzung zurück zum Start nehmen konnte. Damit lag er natürlich in der virtuellen Punktewertung einsam an der Spitze - gefolgt vom Rahmenbruch, auch ein kapitaler Sturz nach verrissenem Lenker sorgte später noch für etwas "Drrrama, Baby", konnte aber nicht ernsthaft punkten.
Zum Abschluss gab es dann im Ziel lecker Kaffee & Kuchen, wobei sich der Appetit dank reichhaltiger Verpflegung an den Kontrollstellen doch in Grenzen hielt; die Bratwurst musste ausfallen.
Für das nächste Jahr könnt ihr euch also schon mal den 28. Oktober vormerken, dann steigt die nächste RZ-CTF!