Cross Norderstedt des RV Germania am 6.11.2010
ein Bericht vom Manne
Nachdem Tami und ich uns auf das Cross-Debut mit 2-3 Ausfahrten in die Hahnheide ausreichend intensiv vorbereitet hatten, folgten wir den Ruf (und Aufforderung eines mir bekannten Mitorganisators der RV Germania) nach Norderstedt.
Schon sehr früh um 8.00 Uhr mussten wir beide los, da Tamis Start schon um 10.00Uhr angesetzt war. Dass auch ich mal ran musste um selbst bei einem Rennen zu starten, haben mir Tami und Gosch unmissverständlich mitgeteilt. Also war mein erstes Lizenzrennen dann gleich noch ein Cross-Einsatz!
Als erstes nach der Ankunft haben wir schnell die Startnummern abgeholt und die Cross-Strecke im Wald abgefahren. Die geplant lockere Besichtigungsrunde forderte gleich alles von der mir nur spärlich zur Verfügung stehenden Koordination und Kondition ab und lies böses erahnen:
Ein ständiges Auf und Ab durch Senken und Löcher um Bäume herum, jedoch zu meinem Erstaunen ohne Laufpassagen und Hindernisse. Dass sich dies bald änderte sollte ich später erfahren, da die Strecke für die U15 etwas entschärft wurde.
Nachdem Tami sich in ihrem ersten Rennen tapfer geschlagen hatte und den 3. Rang erkämpfen konnte sagte sie mir gleich nach Ankunft: "Du wirst heute richtig leiden, Alter..."
Nachdem später auch Gosch und Michi ankamen und mich weiter nervös machten, fuhren wir die Strecke vor unserem Rennen noch einmal ab. Zu meinem Entsetzen waren nun noch Hindernisse in Form von Quer zur Fahrtrichtung gestellte Bretter aufgestellt und eine Treppe eingebaut welche zum absteigen zwingen sollten.
Gleich ab Start hielt ich mich natürlich nur hinten auf, denn das Feld von 31 Fahrern ballerte gleich los wie bei einem Strassenrennen, kam aber schon am ersten kleinen Hügel durch Stau im Wald zum stehen und zwang die Letzten zum Absteigen. Deshalb also die Eile!
Mein hoch gestecktes Ziel möglichst wenig überrundet zu werden konnte ich einhalten: Als der spätere Sieger und der Zweitplatzierte in der letzten Runde an mir vorbeizischten (und um bei Marcos köstlichen Formulierungen zu bleiben) ich somit den Kontakt zur Spitze wieder herstellte war nur noch die letzte Runde für mich zu Ende zu fahren und setzte der Schinderei ein jähes Ende.
Immerhin kam ich noch als Vorletzter ins Ziel und sogar Goschi war nicht weit vor mir. Das hat den Spaßfaktor, den ich bei diesem Rennen wirklich hatte, nochmals gesteigert!
Dass man mit unserem Späteinstieg in die eingeschworene Crosserszene keine Lorbeeren mehr gewinnen kann ist klar, aber es verkürzt den Winter ungemein, denn man kann bei wirklich jeden Wetter raus in den Wald fahren ohne zu frieren. Es war also bestimmt nicht das letzte Mal!
Tami war auf jeden Fall so begeistert von dem Kurs, dass sie nach Schluss der Veranstaltung unbedingt noch mal auf die Achterbahn, wie sie trefflich formulierte, rauf wollte. Kinder halt
Ein großes Lob und Dank an den Veranstalter RV Germania! Man kann sich gar nicht vorstellen, welch ein Aufwand es Bedarf, so eine Veranstaltung auf die Beine zu bringen: Vom Genehmigungen Einholen, bis zum aufwändigen Waldfegen um die Strecke zu präparieren.
Wuselige Startphase.
Anspruchsvolle Streckenführung.
Der verdiente Lohn der Mühe.


